Autor Nachricht

marpa

(Advanced Member)

ich baue im frühjahr 05 ein hochgedämmtes haus mit 140m² wohnfläche (wand u-wert ca. 0.09 und dach boden ca. 0,11 fenster 0,7) und überlege jetzt schon einige zeit welches heizsystem ich verwenden sollte. bei bau.de und dem forum hier bin ich auf sie herr kern aufmerksam geworden da ihre vorstellungen und ideen in etwa den meinen entsprechen. ich halte auch nichts von technischen spielereien die sich nie und nimmer armortisieren mit hohem kosten- und wartungsaufwand. ein bekannter (ähnlicher Hausaufbau wie der von mir geplante)beheizt 160m² wohnfläche mit einem grundofen ohne irgendwelchen technischen schnickschnack, lüftungskanälen oder einer Zusatzheizung (heizkosten 350 euro/a). das funktioniert seit mehreren jahren ausgezeichnet. mein problem besteht nun darin dass ich 1.)aus komfortgründen gerne eine einfache automatische lösung zusätzlich zum grundofen hätte (falls ich einmal keinen bock auf einheizen habe oder wegfahre) ohne aber wieder unsummen für eine zweites heizsystem (wie die von ihnen erwähnte gastherme) auszugeben. meine überlegung dazu wäre eine e-heizspirale im ofen einzubauen die hochfährt wenn die temperatur der ofenwand unter einen gewissen wert fällt (alternativ wäre das natürlich auch mit einem günstigen externen gerät möglich). frage 1.) irgendwelche ideen wie das problem kostengünstig und einfach auf andere weise unter miteinbeziehen des sehr geringen energiebedarfs gelöst werden kann?
2.) zum unterschied zu meinem vorher erwähnten freund habe ich keine bodenplatte geplant auf der der ofen stehen kann sondern dieser müsste auf einer verstärkten holztramdecke aufgebaut werden (laut zimmerer bis zu 800kg auf einem eigens dafür vorgesehenen platz möglich). frage 2. reichen 800kg speichermasse aus um einen leistungsstarken grundofen zu bauen?
3.)ich habe eine luftdichtere hülle als mein freund geplant würde aber gerne auf eine externe luftzuführ beim grundofen verzichten. frage 3 gibt es irgendwelche lüftungsvarianten die in der konstruktion zb. der aussenwand vorgesehen werden können damit der ofen seinen sauerstoff (angenehmer nebeneffekt: incl. wasserdampf)ansaugen kann und gleichzeitig frischluft ins haus bringt ohne das es zu zugerscheinungen kommt? mit der bitte um ein paar anregungen dbzgl.
erich
03.01.05, 16:41:56

Theo Kern

(Administrator)

<<ich baue im frühjahr 05 ein hochgedämmtes haus mit 140m² wohnfläche (wand u-wert ca. 0.09 und dach boden ca. 0,11 fenster 0,7) und überlege jetzt schon einige zeit welches heizsystem ich verwenden sollte. bei bau.de und dem forum hier bin ich auf sie herr kern aufmerksam geworden da ihre vorstellungen und ideen in etwa den meinen entsprechen.>>

Danke für das Kompliment

<<ich halte auch nichts von technischen spielereien die sich nie und nimmer armortisieren mit hohem kosten- und wartungsaufwand.>>

Sinnvoll und richtig, was aber sein muss, muss sein. Ganz so einfach wie Sie sich das vieleicht vorstellen gehts es nicht, zumal wenn es, wie hier, um eine Ganzhausheizung geht.

<<ein bekannter (ähnlicher Hausaufbau wie der von mir geplante)beheizt 160m² wohnfläche mit einem grundofen ohne irgendwelchen technischen schnickschnack, lüftungskanälen oder einer Zusatzheizung (heizkosten 350 euro/a). das funktioniert seit mehreren jahren ausgezeichnet.>>

Kann ich mir nicht so recht vorstellen. Als Ganzhaus(allein)heizung ist ein Grundofen nicht besonders geeignet. Hier steht ihm seine beste eigenschaft im Wege, nämlich die Heizung per Wärmestrahlung. Sie bekommen nie und nimmer z.B. ein abgelegenes Badezimmer, mit einem, im Wohnzimmer stehenden Grundofen, ausreichend warm.

<<mein problem besteht nun darin dass ich 1.)aus komfortgründen gerne eine einfache automatische lösung zusätzlich zum grundofen hätte (falls ich einmal keinen bock auf einheizen habe oder wegfahre) ohne aber wieder unsummen für eine zweites heizsystem (wie die von ihnen erwähnte gastherme) auszugeben. >>

Da werden Sie aber kaum drumherumkommen. Das kann natürlich ebenso ein kleiner Ölkessel sein. Der ist zwar teurer als eine Gastherme, im Verbrauch aber (keine Anschluß- und Grundgebühren) wesentlich günstiger. Eine einfache Radiatoren(zusatz)heizung ist relativ preiswert und komfortabel. Außerdem können Sie die Anlage zur Erzeugung des Brauchwassers nutzen.

<<meine überlegung dazu wäre eine e-heizspirale im ofen einzubauen die hochfährt wenn die temperatur der ofenwand unter einen gewissen wert fällt>>

sowas ist mir nicht bekannt. Kann mir auch nicht vorstellen wie das funktionieren sollte.

<<(alternativ wäre das natürlich auch mit einem günstigen externen gerät möglich). frage 1.) irgendwelche ideen wie das problem kostengünstig und einfach auf andere weise unter miteinbeziehen des sehr geringen energiebedarfs gelöst werden kann?>>

Wie hoch ist der berechnete Energiebedarf? Meiner Schätzung nach ca. 6-7kW?

<<2.) zum unterschied zu meinem vorher erwähnten freund habe ich keine bodenplatte geplant auf der der ofen stehen kann sondern dieser müsste auf einer verstärkten holztramdecke aufgebaut werden (laut zimmerer bis zu 800kg auf einem eigens dafür vorgesehenen platz möglich). frage 2. reichen 800kg speichermasse aus um einen leistungsstarken grundofen zu bauen? >>

nein, das ist defintiv zu wenig. 1500kg würde ich als Untergrenze ansehen.

<<3.)ich habe eine luftdichtere hülle als mein freund geplant würde aber gerne auf eine externe luftzuführ beim grundofen verzichten. frage 3 gibt es irgendwelche lüftungsvarianten die in der konstruktion zb. der aussenwand vorgesehen werden können damit der ofen seinen sauerstoff (angenehmer nebeneffekt: incl. wasserdampf)ansaugen kann und gleichzeitig frischluft ins haus bringt ohne das es zu zugerscheinungen kommt? >>

Mit dem angenehmen Nebeneffekt haben Sie natürlich recht. Sie können eine ausreichende Frischluftzufuhr im Raumverbund irgendwo in der Außenmauer vorsehen. Aber ganz ohne Zugerscheinung ist das kaum möglich. Außerdem wird damit das, m.E. unsinnige Prinzip, des dichten Hauses, konterkariert.

<<mit der bitte um ein paar anregungen dbzgl. erich>>

Bleibt nichts anderes als sich mit dem Einbau einer Zusatzheizung zu befassen. Wenn Sie das nicht wollen sollten Sie auf einen Grundofen verzichten und einen Ofen nach dem Hafnertec Prinzip, mit automatischer Umsachaltung von Pellets auf Stückholz und Wasseraufbereitung vorsehen. Hafnertec
Das ist dann aber kein preiswerter Ofen mehr. Von der Wärmeabgabe im Aufstellungsraum her kommt dieser Ofen dem Grundofen nahe.

Weitere Fragen beantworte ich gerne.

Theo L. Kern theo.kern@kachelofen-profis.de http://www.kachelofen-profis.de Für direkten Kontakt bitte meinen E-Mail Link benutzen und eigene Kontaktdaten nicht vergessen. Auf halbanonyme Mails antworte ich nicht.
04.01.05, 12:37:10

marpa

(Advanced Member)

vielen dank für ihre rasche antwort herr kern! auf dem folgenden link können sie ein paar bilder zu dem haus des bekannten sehen der 160m² ausschließlich mit einem zentralen grundofen beheizt [http://strohballenhaus.port5.com/] alt. dazu da der link nicht zu fkt scheint [http://www.baubiologie.at/europe/austria/dobersdorf.html]. zu ihren anregungen:
<<<<<<ein abgelegenes badezimmer könnte bei bedarf auch mit einem elektrostrahler kurzfristig erwärmt werden<<<<<<<<
das mit der heizspirale im kachelofen hab ich aus einem kachelofenbuch>>>>>
der energiebedarf (meinen sie damit die heizlast oder den wärmebedarf?)sollte geringer sein als 6-7kw(dazu bekomme ich noch genaue daten - der einreichplan wird in den nächsten 2 wochen fertiggestellt dann lass ich mir alles genau berechnen)- auf alle fälle ist der energiebedarf geringer als bei dem 160m² haus des bekannten >>>>>>in dem oben erwähnten haus gibt es keine konventionellen dampf oder windsperren auf die ich nicht verzichten möchte daraus ergibt sich die stärker luftdichtheit in meiner planung - d.h. die finalität der dampfbremse ist den wasserdampf vom dämmmaterial und der holzkonstruktion fernzuhalten mit der randbedingung das das haus dadurch auch sehr luftdicht sein wird (ich habe gehofft das es da ein paar lösungen gibt wo keine zu starke zugluft entsteht und der ofen für belüftung und teilweiser entsorgung des wasserdampfes sorgt)<<<<<da sie meinen das unter 1,5 tonnen nichts geht werde ich meinen grundofenwunsch leider verwerfen müssen.
vielen dank für ihre zeit und mühe
gruss erich

04.01.05, 14:10:31

Kelpin

(Moderator)

Hallo Erich,
wir haben einen Grundofen im Altbau, der (nach entfernen zweier Mauerstuecke) drei Raeume und damit ein Geschoss von zweien beheizt. Dass im OG eine zusaetzliche Heizung notwendig sein wird haben wir von vorneherein akzeptiert. Da das Bad guenstig liegt und die Tuer immer offen ist werden dort mind. 18 Grad gehalten. Zuheizen ist also noetig, geht aber schnell. Wenn wir nicht zuhause sind, arbeiten ein Nachtspeicherkern (den wir sowieso noch hatten) und falls notwendig ein zusaetzliches Heizkabel in der Ofenoberflaeche. Elektrisch beheizte Elemente fuer Kacheloefen gibt es z.B. von Carlo Loysch in Oestereich.
Platzbedarf und Gewicht lassen sich natuerlich nicht leugnen. Ich behaupte auch nicht, dass das wirklich billig war aber wir wollten nicht zusaetzlich Heizkoerper im Raum haben.
Gruss Kelpin

------------------------- Kelpin -------------------------
11.01.05, 10:40:43

marpa

(Advanced Member)

danke kelpin für die info mit carlo loysch. ich habe mir mit dem programm casanova/uni siegen den heizbedarf berechnet und komme nun auf folgende daten. bei einem luftwechsel von 0,5/h: heizlast 4,8KW; Transmissionsverluste 7300KW; Lüftungsverluste 5100; mit solaren und internen gewinnen komme ich auf einen heizwärmebedarf von 5600KW/jahr (das entspricht 3-4 festmeter holz). laut 2er Hafnermeister mit denen ich gesprochen habe würden sie unter diesen voraussetzungen einen klassischen 5KW speicherofen (mit lehmputz) mit einem gewicht von 1000kg auf basis 12h speicherwirkung bei kalten aussentemp bzw. 12-24h bei gemäßigteren temp. hinkriegen. möchte mir zusätzlich einen absorber für das warmwasser einbauen lassen bzw. diese heizspiralen von loysch.
@ kelpin: ich habe gesehen dass es bei loysch auch steuerungen gibt haben sie so eine in verwendung auch würde mich interessieren was sie für die spiralen und steuerungen etwa bezahlt haben? meine überlegung wäre das ganze mit einer steuerung zu versehen sodaß sich die e-zuheizung einschaltet wenn die oberflächentemp des ofens unter einen gewissen wert fällt bzw. wahlweise andere programme laufen zu lassen.
12.01.05, 08:34:55

Kelpin

(Moderator)

Hallo Erich,
wir haben ein Heizkabel von einem deutschen Hersteller eingebaut. Muss aber zuhause schaun wie der heisst (z.Zt. Dienstreise). Das Kabel ist natuerlich geregelt, und zwar auf Oberflaechentemperatur. Fuer weitere Spielereien, wie Zeitsteuerung/Raumtemperatur haben wir reichlich Platz im Schaltkasten gelassen. Das mach ich dann nach Bedarf selbst. Fuer das Kabel habe ich keinen separaten Preis, die Regler kosten zw. 70 und 160 EUR je nach Ausfuehrung (und Gewinn). Es gibt auch Unterputzregler die Oberflaechen-und Raumtemperatur gleichzeitig messen. Wenn im Winter man ein paar Wochen wegfaehrt ist das sinnvoller.
mfg Kelpin

------------------------- Kelpin -------------------------
12.01.05, 12:23:49

Theo Kern

(Administrator)

geändert von: Theo Kern - 13.01.05, 15:55:29

Hallo Erich Ich habe mir die Seite von der Fa. Loysch angeschaut, aber nichts gefunden was Ihren Vorstellungen entspricht. Die Heizkabel dürfen Sie m.E. nur in Flächen einbauen die nicht vom Grundofen per Rauchgas geheizt werden, also ev. Sockel und Nischen. Der Tagstromeinsatz hilft Ihnen auch nicht weiter. Im Grundofen gibt es, wenn er geschlossen ist, keine Konvektion. Dadurch würde außer dem Feuerraum nichts warm. Im Hypokaustenofen ist das was anderes. In diesem Ofen gibt es eine innere Konvektion. Dort könnten solche Tagstromeinsätze wohl eingesetzt werden. Ihre Angabe zum Holzverbrauch ist richtig. Es ist aber nicht möglich einen schweren Grundofen (12 Stunden Heizintervall)von 5kW/h mit nur einer Tonne Gewicht zu bauen. Ihr Ofen braucht eine beheizte Oberfläche von ca. 7m². 7m² Schamotte, nur 10cm dick haben schon 1400kg. 10cm, inkl. der Zugwandungen sind aber absolute Unterkante. Abdeckungen und Bank sind da noch nicht dabei. Noch mehr Fläche brauchen Sie wenn der Ofen eine geputzte Ausführung sein soll. Das abstrahlverhalten von Putz (gleich welcher Art) ist wesentlich schlechter als das von Keramik. Möglich wäre die Heizleistung (beim Gesamtgewicht von 1 to.) mit einem leichter gebauten Ofen und mit Hinterlüftung. Dadurch bräuchten Sie aber 3 Heizintervalle und hätten einen höheren Konvektionsanteil an der Gesamtleistung. Dann wäre es auch möglich im Sockel diese Tagstromheizplatten zu installieren. Allerdings würden diese die Wärme dann per Konvektion abgeben. Das sollte aber auch kein Problem sein, denn Sie würden diese Zusatzheizung doch meist nur im Abwesenheitsfall betreiben. In diesem Fall, und wenn die Bank nicht mit Rauchgasen geheizt würde, könnten zusätzlich diese und der Sockel mit Heizstromkabeln ausgerüstet werden. Dadurch würde zumindest ein Teil des Ofens warm werden. Allerdings ist das vermutlich auch nicht das Problem. Die Statik geht hier meist von dynamischen Lasten aus. Der Grundofen ist jedoch eine statische Last. Ich hatte noch in keiner Bausituation damit ein Problem.

Theo L. Kern theo.kern@kachelofen-profis.de http://www.kachelofen-profis.de Für direkten Kontakt bitte meinen E-Mail Link benutzen und eigene Kontaktdaten nicht vergessen. Auf halbanonyme Mails antworte ich nicht.
13.01.05, 15:52:29

marpa

(Advanced Member)

vorweg vielen dank für die feedbacks! da bin ich jetzt aber etwas verwirrt da mir die beiden hafnemeister nach erklärung meiner situation sogar von einem ofen der schwerer als 1t ist abgeraten haben. der ofen wird wie ein quader aussehen. wenn ich jetzt die bodenplatte als heizfläche dazurechne käme ich bei einer größe von 1,25x0,8x1m auf 6,1m² was ihren informationen zufolge nicht ausreichen würde. was den verputz betrifft wird es so aussehen dass ich diesen auf kacheln in rauher ausführung anbringe (lt der idee eines der beiden hafnermeister idealer)eine weitere überlegung des hafners war absorberrohre (vorarlberger methode oder so) in geringer zahl im ofen anzubringen um das warmwasser mit zu betreiben (können diese dann im rauchgasgeführten teil des ofens angebracht werden?. gibt es keine möglichkeit die heizspiralen im ofen so anzubringen welches sie nicht über konvektion sondern zu einem großen teil via strahlungswärme die energie abgeben? ist es möglich eine heizfläche als hypokauste mit geringer geschlossener luftschicht auszuführen und darin die heizspiralen vorzusehen? vielen fragen
15.01.05, 13:29:01

Kelpin

(Moderator)

Hallo Erich,
ich will ja keinem Ofenbauer zu nahe treten, aber mein persoenlicher Eindruck ist, dass mancher schon lange keinen Ofen mehr gebaut hat, der im Winter auch alleine heizen muss. Fuer einen Ofen, wo nicht unentwegt nachgelegt werden soll, darfst Du 800W/qm rechnen. ==> 6qm. Den Boden mitzurechnen gilt nicht! WG Gewicht: Ihr muesst euch halt mal ernsthaft ueberlegen wie oft man am Tag nachlegen will. Das kann ganz schnell unpraktikabel werden. (Was befindet sich eigentlich unter dem Ofen??) Was die Heizkabel angeht hatte das Trio Ofenbauer, Elektromeister, Schornsteinfeger keine Bedenken ein Kabel das 400 Grad C aushaltem muss in die OfenOBERFLAECHE zu verlegen. Ich glaube kaum, dass man da im Feuerungsbetrieb mehr als 200 Grad erzielt. Freilich solltest Du mal ueberschlagen, was Dich das im Jahr an Strom kosten kann. Hast Du wegen der nicht direkt zu beheizenden Raeume mal ueber eine Waermepumpe nachgedacht. Die kostet jedenfalls keinen Kaminkehrer, Gaszaehler, etc.

------------------------- Kelpin -------------------------
18.01.05, 11:03:10

marpa

(Advanced Member)

unter dem ofen ist ein keller. die kellerdecke ist eine holzdecke mit 10/20 plus 10/16 holzträger (also insg. 36cm hoch) im abstand von 62,5cm und einer lichten weite von ca. 4m (der ofen steht allerdings nahe dem auflager). der zimmerer wird an dem platz wo der ofen steht den trägerabstand auf 31,25 verringern d.h. 4 weitere träger einziehen). es wird daher wahrscheinlich (muss natürlich noch durchgerechnet werden) auch ein schwerer ofen mit 1,2 bis 1,5t möglich sein. an eine wärmepumpe hab ich auch schon gedacht (nur das ist halt zum kachelofen dazu wieder eine rieseninvestition und das für einen restwämebedarf von 2000 - 3000kwh). gasanschluss gibts keinen (d.h. es müsste mit flüssiggas gefahren werden). mein problem ist das ich irgendetwas praktikables kostengünstiges brauche um das haus bei abwesenheit auf temp zu halten bzw. um bei kältespitzen unter umständen das obere geschoss zu unterstützten. hab mit einem weiteren hafner gesprochen - dieser meint er habe vor kurzem ein ähnliches konzept umgesetzt wo einfach im obergeschoß ein paar m² der wandfläche mit einer e-heizmatte ausgestattet wurden. wenn es irgendwie möglich ist würd ich halt gerne auf die e-unterstützung verzichten. hab auch schon daran gedacht einen primitiven öl oder gaskaminofen (bis 5kw) im oberen stock aufzustellen, einen 300 liter tank in den keller und dann mit einem kupferrohr als zubringung in den 1.stock gefahren (da gibts halt auch wieder einige nachteile). könnte jetzt aktuell einen kachelgrundofen geschenkt bekommen so ich das ding selber abbaue. der ofen (riesengroß und potthäßlich)ist 7 jahr alt und wurde nur ein paar mal befeuert. kann man die schamotte noch verwenden bzw. rechnet sich die sache überhaupt? gruss und danke erich
19.01.05, 13:10:03

Theo Kern

(Administrator)

geändert von: Theo Kern - 20.01.05, 07:56:50

Hallo Kelpin Das Problem ist nicht dass die Ofenbauer nicht wissen wie ein Ofen zur Ganzhausbeheizung zu bauen ist, sondern liegt viel mehr daran dass die Häuser heute, aufgrund der Größe und Lage der Räume und, vorallendingen, aufgrund der Komfortansprüche der Bewohner, ungleich schwerer zu beheizen sind als das früher der Fall war. Kein Ofenbauer wird so dumm sein, seinem Kunden in´s offene Messer zu laufen. Verkauft er nämlich einen Ofen zur Ganzhausbeheizung und vergißt auch nur die kleinste Beschränkung schriftlich zu vereinbaren, läuft der Kunde zum Kadi und der Ofenbauer hat den Ofen umsonst gebaut und der Kunde hat einen billigen bis kostenlosen Ofen bekommen. Das bedeutet ganz einfach gesagt. Findet der Kunde irgendwo im Haus eine Ecke die nicht nach DIN warm wird, ist der Ofen mangelhaft mit allen Konsequezen. Dem Richter zu erzählen dass man das ja alles gesagt habe, hilft nicht weiter. Nur schriftlich zählt. Aber auch der beste Ofenbauer ist nicht in der Lage alles genau vorherzusehen. In der Vergangenheit war das ganz anders. Damals wurde ein Ofen gebaut und was er heizte, das heizte er, der Rest blieb kalt. Die Kunden hatten garnicht den Anspruch dass alles gleichmäßig warm wurde und so gab es auch keine Probleme. Die Öfen die ein guter Ofenbauer heute baut sind ungleich besser als die Öfen vor 50 Jahren und früher. Das Problem ist also nicht der Ofen oder der Ofenbauer, sondern die Ansprüche die der Kunde heute stellt und durchsetzt. Ich will das damit nicht kritisieren, damit muss das Handwerk leben. Ich will nur erklären warum das so ist wie es ist. Natürlich kann der Ofenbauer heute immer noch einen Ganzhausbeheizungsofen bauen. Er muss dann aber auf Wassertechnik ausweichen. Dann kann der Ofen sogar fast stricken, kostet aber einen Haufen Geld und ist weit von dem ursprünglichen Ofen entfernt. Das ist der Grund warum ich empfehle zusätzlich zum Ofen eine, einfache und preisgünstige, Zweitheizung einzubauen. Damit ist der Kunde und der Ofenbauer auf der sicheren Seite und alle sind zufrieden. Nicht vergessen sollte man dabei auch dass zwei Heizungssysteme, zusammen nicht teurer als eine "eierlegende Wollmilchsau" auch doppelte Sicherheit bedeuten. Marpa überlegt sich einen Ölofen ins OG zu stellen. Das ist sicher eine Lösung. aber von da zu der einfachen Zusatzheizung ist es nicht mehr weit.

Theo L. Kern theo.kern@kachelofen-profis.de http://www.kachelofen-profis.de Für direkten Kontakt bitte meinen E-Mail Link benutzen und eigene Kontaktdaten nicht vergessen. Auf halbanonyme Mails antworte ich nicht.
19.01.05, 15:06:48

Kelpin

(Moderator)

Hallo teluke,
sorry, grosses Missverstaendnis. Ich wollte keinesfalls kritisieren dass jemand (geschweige Herr Kern) dem Erich von einer Ganzhausloesung abraet. Es ging eher darum dass man ihm offensichtlich erklaert 1to Speichermasse und 4qm wirksamer Heizflaeche (5 wenn man den Deckel voll mitrechnet) waere reichlich genug fuer seinen Bedarf. Es war auch mein Eindruck von den Gespraechen im Vorfeld unseres Ofens dass manche (MANCHE) im Hinterkopf haben dass das Haus (wie es ja auch meisstens der Fall ist) schon von der Zentralheizung vorgewaermt ist.
Das Problem des modernen Verbrauchers richtig beschrieben. Schade aber wahr.

------------------------- Kelpin -------------------------
20.01.05, 07:51:52
Gehe zu:
Forum Regeln:

Es ist ihnen nicht erlaubt, neue Beiträge zu schreiben.
Es ist ihnen nicht erlaubt, neue Themen zu erstellen.
Es ist ihnen nicht erlaubt, ihre Beiträge zu bearbeiten.
Es ist ihnen nicht erlaubt, ihre Beiträge zu löschen.


HTML Code ist AUS
Board Code ist AN
Smilies sind AN
Umfragen sind AUS

Benutzer in diesem Thema
Es lesen 0 Gäste und folgende Benutzer dieses Thema:

Ähnliche Themen
Thema Antworten Hits Letzter Beitrag
26 Dateien
Gehe zum ersten neuen Beitrag Kombiofen mit Brunnereinsatz heizt nicht
248 65535
12.11.18, 07:22:30
Gehe zum letzten Beitrag von Theo Kern
1 Dateien
Gehe zum ersten neuen Beitrag Fragen zum Grundofen
57 65535
27.09.16, 04:42:50
Gehe zum letzten Beitrag von Theo Kern
11 Dateien
Gehe zum ersten neuen Beitrag Nachteile eines Grundofens???
82 65535
08.01.16, 18:01:24
Gehe zum letzten Beitrag von heifa
7 Dateien
Gehe zum ersten neuen Beitrag Newbie – zu doof zum Heizen?
101 65535
20.01.17, 11:52:39
Gehe zum letzten Beitrag von Lilsy
Gehe zum ersten neuen Beitrag Völlig verwirrt
44 65535
16.12.14, 13:07:11
Gehe zum letzten Beitrag von Theo Kern
Archiv
Ausführzeit: 0.1562 sec. DB-Abfragen: 14
Powered by: phpMyForum 4.2.1 © Christoph Roeder