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udo 240

(Senior Member)

Hallo, habe mir heute mal die Mühe gemacht und die Abgastemperatur an der Mündung unseres Schornsteines gemessen. Liegt sehr niedrig zwischen 60 und 70 °C (bei Ofentemperaturen zwischen 700 und 800 °C, Außentemp. 7 °C). Habe zu diesem Zweck ein prof. Messgerät ca. 1-1,5m in den Schornstein herabgelassen...

Schornstein ist im Übrigen auf dem letzten Meter nass von innen (der Meter liegt ungeschützt oberhalb des Daches, insgesamt wirksame Schornsteinlänge 9m bei einen Querschnitt von 15 x 23cm; einschalig gemauert).

Wer hat von Euch schon mal gemessen?? und was hat sich Euch gezeigt.


Viele Grüße

Udo
26.12.12, 18:43:02

Theo Kern

(Administrator)

Hallo Udo

Willkommen im Forum.

Um was für einen Ofen handelt es sich?
Art?
Leistung?

Abhilfe könnte möglicherweise die Dämmung des Schornsteinkopfes bringen. Müsste aber berechnet werden.

Der Schornstein ist von seinen Daten her nicht für einen kleinen Kaminofen geeignet.

Theo L. Kern theo.kern@kachelofen-profis.de http://www.kachelofen-profis.de Für direkten Kontakt bitte meinen E-Mail Link benutzen und eigene Kontaktdaten nicht vergessen. Auf halbanonyme Mails antworte ich nicht.
26.12.12, 18:58:04

udo 240

(Senior Member)

Hallo, und danke schon mal. Es handelt sich um einen schweren Grundofen, bis auf die Tür komplett handwerklich gebaut. Ich verfeuere 1 bzw. 2 mal täglich 12-15kg Holz.
Ich werde meine Messung morgen wiederholen u. evt. auch mal die Eintrittstemperatur am Schornstein messen.
Viele Grüsse

Udo
26.12.12, 22:25:03

udo 240

(Senior Member)

ach ja, Zuglänge des Ofens ca. 9,50m. Kamin kommt hervorragend mit der grossen Zuglänge klar. Die verbaute Anheizklappe muss ich so gut wie nie umlegen. Heizleistung des Ofens ist sehr zufriedenstellend, ebenfalls die Speicherzeit. Gruss

Udo
26.12.12, 22:33:31

Theo Kern

(Administrator)

Tja,
der Wirkungsgrad des Ofens ist zu gut.

9,5m Zug ist für diese Holzmenge, zusammen mit dem langen gemauerten Schornstein, zu viel.
Entweder mehr Holz/Abbrand oder Zug kürzen sind die Alternativen.

Grundofen und Schornstein sind als Einheit anzusehen.
Da der Schornstein schon stand muss der Grundofen dann so berechnet werden dass er dazu passt.

Theo L. Kern theo.kern@kachelofen-profis.de http://www.kachelofen-profis.de Für direkten Kontakt bitte meinen E-Mail Link benutzen und eigene Kontaktdaten nicht vergessen. Auf halbanonyme Mails antworte ich nicht.
27.12.12, 07:16:11

udo 240

(Senior Member)

Na das freut mich ja. Dann hat mein Ofenbauer ja ganze Arbeit geleistet. Habe heute nochmal gemessen: Mit 15kg bei 900°C im Brennraum, an der Schornsteinmündung auf den Dach gute 70 °C. Habe anschließend kurz mit unserem Bezirksschornsteinfegermeister gesprochen, der mir versicherte, dass diese Temp. an der Mündung ausreichend ist, um eine Versottung auszuschließen. Zuglänge hinter dem Brennraum im Übrigen sogar 1m länger (also gute 10m) bis zum Erreichen des Schornsteines.
Bin zu Anfang skeptisch gewesen, muss ich zugeben.... Der Ofenbauer hat aber eine sehr gute Reputation hier in der Gegend, baut seit 30 Jahren nur Grundöfen und davon ca. 25 Stück pro Jahr. Habe mich vorher intensiv erkundigt und nichts negatives gehört.

Für den Laien ist Grundofenbau eine echte Vertrauenssache....

Ach-ja, ich habe oft gelesen, dass Leute mit der elektronischen Abbrandsteuerung hadern. Ich habe das Problem derart gelöst, dass ich in Reihe eine elektronische und eine mechanische Klappe habe. Die mechanische ist immer auf... Fällt der Strom aus, macht die Ledatronic die elektrische Klappe ebenfalls automatisch auf und ich regele dann manuell der Ofen weiter. So genieße ich die Vorteile beider Klappen und es funktioniert wunderbar! freuen

Viele Grüße

Udo
27.12.12, 18:31:39

Robert

(Senior Member)

Hallo udo
Ich bin skeptisch....
Zitat von udo 240:

Habe anschließend kurz mit unserem Bezirksschornsteinfegermeister gesprochen, der mir versicherte, dass diese Temp. an der Mündung ausreichend ist, um eine Versottung auszuschließen.

Hat Ihnen der Schornsteinfeger in die Hand versprochen, für event. Schäden aufzukommen? Oder haben Sie einfach Vertrauen ... basierend auf welcher Grundlage?

Zitat von udo 240:

Bin zu Anfang skeptisch gewesen, muss ich zugeben.... Der Ofenbauer hat aber eine sehr gute Reputation hier in der Gegend, baut seit 30 Jahren nur Grundöfen und davon ca. 25 Stück pro Jahr. Habe mich vorher intensiv erkundigt und nichts negatives gehört.

Haben Sie die vor dem Bau durch den Ofenbauer vorgelegte Berechnung mit dem tatsächlichen Resultat verglichen? Mich würde dieser Abgleich interessieren!

Zitat von udo 240:

Für den Laien ist Grundofenbau eine echte Vertrauenssache....

Ich meine, dass niemand einen Ofen bei einem Unternehmer bauen lässt, in den er kein Vertrauen hat. Oft ist es aber ein Vertrauen in dessen "die blauen Augen"....

Zitat von udo 240:

Ach-ja, ich habe oft gelesen, dass Leute mit der elektronischen Abbrandsteuerung hadern. Ich habe das Problem derart gelöst, dass ich in Reihe eine elektronische und eine mechanische Klappe habe. Die mechanische ist immer auf... Fällt der Strom aus, macht die Ledatronic die elektrische Klappe ebenfalls automatisch auf und ich regele dann manuell der Ofen weiter.

Ja, das ist bei der WGS auch so. Nur habe ich die Handklappe mit einem Vorhängeschloss in der geöffneten Stellung blockiert. So bin ich "sicher", dass niemand beabsichtigt oder unbeabsichtigt hier herumspielt (Gefahr einer Explosion). Bei uns kommen bis 6 Ofenbetreiber in Frage und 7 Grosskinder die unbeabsichtigt den Hebel betätigen könnten.
Gruss Robert
27.12.12, 19:01:58

udo 240

(Senior Member)

Hallo Robert, Deine Skepsis in ehren, aber wer weiß mehr über Schornsteine und Abgastemperaturen als ein Bezirksschornsteinfeger? Ich kenne ihn seit Jahren persönlich, ein absolut integrer Mann. Er kennt die Gebäudesituation, hat den Grundofen abgenommen und den Schornstein 100mal gekehrt.

Im Übrigen ist doch jede mechanische Ofenklappe durch 6 Ofenbetreiber und 7 Großkinder unbeabsichtigt verstellbar.
Mir ging es um den Komfort der Abbrandsteuerung in Kombination mit der Sicherheit bei Stromausfall. zwinkern

Viele Grüße


Udo
27.12.12, 19:24:09

Seeschwalbe

(Senior Member)

Zitat von udo 240:
wer weiß mehr über Schornsteine und Abgastemperaturen als ein Bezirksschornsteinfeger?


lachen mit Augen rollen

War das eine rhetorische Frage??
27.12.12, 20:01:39

udo 240

(Senior Member)

Rhetorik war nie meine Stärke verwirt

Viele Grüße an alle Grundofenfans...
28.12.12, 19:36:54

Seeschwalbe

(Senior Member)

Sorry.
(Eine rhetorische Frage ist eine Frage, auf die keine Antwort erwartet wird, weil die Antwort - Zustimmung oder Ablehnung - den Zuhörern klar ist. Ist ein Stilmittel in der Rhetorik.)

Ich wundere mich eher, weil ich doch den Eindruck habe, daß es nicht unbedingt immer der Schornsteinfeger ist, der über Schornsteine und Abgastemperaturen am besten bescheid weiß. Auch wenn man das von ihm erwarten sollte.
Der "normale" Ofenbauer/-Verkäufer/-Kunde allerdings auch nicht.
Wenn man hier im Forum länger mitliest, merkt man das.
29.12.12, 13:46:33

Mäcki

(Senior Member)

Servus Udo 240,
Zitat:
Mit 15kg bei 900°C im Brennraum, an der Schornsteinmündung auf den Dach gute 70 °C.
Dies sind wohl die Maximalwerte, im Mittel dürfte die Tempeatur am Überbrand bei 680 °C liegen und am Kaminkopf höchstens bei 50 °C, das ist unter der Kondensationstemperatur. Der Ofen ist wohl noch nicht lange in Betrieb?!

Sie müssen schleunigst den Zug kürzen, denn die Durchfeuchtung wird sich nicht auf den Abschnitt "Dachaustritt" beschränken. Wenn der Ofen liegende Züge hat, ist die Verkleinerung der Zuglänge kein sehr großer Akt, vorrausgesetzt es ist ein verputzter Ofen. Ein bißchen Staub macht's aber schon.

Zeigen Sie uns doch mal ein Photo.

Gruß, Mäcki
29.12.12, 19:30:12

Mäcki

(Senior Member)

Servus Udo 240,
Zitat:
Mit 15kg bei 900°C im Brennraum, an der Schornsteinmündung auf den Dach gute 70 °C.
Dies sind wohl die Maximalwerte, im Mittel dürfte die Tempeatur am Überbrand bei 680 °C liegen und am Kaminkopf höchstens bei 50 °C, das ist unter der Kondensationstemperatur. Der Ofen ist wohl noch nicht lange in Betrieb?!

Sie müssen schleunigst den Zug kürzen, denn die Durchfeuchtung wird sich nicht auf den Abschnitt "Dachaustritt" beschränken. Wenn der Ofen liegende Züge hat, ist die Verkleinerung der Zuglänge kein sehr großer Akt, vorrausgesetzt es ist ein verputzter Ofen. Ein bißchen Staub macht's aber schon.

Zeigen Sie uns doch mal ein Photo.

Gruß, Mäcki
29.12.12, 19:30:34

udo 240

(Senior Member)

Hallo, hier also ein paar Fotos:
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30.12.12, 14:58:02

udo 240

(Senior Member)

Der Ofen ist hinterlüftet und erhitzt die obere Etage mit (im letzten Foto erkennt man unten den Lufteinlaßkanal). Hier ein Bild des vorderen Teiles vom fertigen Ofens mit dem Lüftungsgitter unterhalb der Ofenbank:


Außerdem ist der Ofen durch die Wand gemauert, d.h. er erwärmt den dahinter liegenden Raum über drei weitere Züge mit. Bin insgesamt sehr zufrieden mit dem Ofen. Auch die Abbrandsteuerung funktioniert bestens. Wir hatten vorher einen Warmuftkachelofen der unser gesamtes Haus beheizt und verdreckt hat...

Um das Problem der Kaminversottung noch einmal anzusprechen: Ich bin eine Stunde nach Abbrandende (d.h. Ledatronic hat die Luftklappe geschlossen) nochmals auf dem Dach gewesen um mir den Schornstein von innen anzuschauen. Ist zu diesem Zeitpunkt absolut trocken gewesen... Von daher werde ich am Ofen keine Änderungen vornehmen lassen.

Viele Grüße und bis bald

Udo
Dateianhang:

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30.12.12, 15:08:49

Robert

(Senior Member)

Guten Abend uto
Stammen die 9.5m Zuglänge aus dem Berechnungsprogramm des Ofenbauers oder haben Sie die am Objekt gemessen?
Gruss Robert
30.12.12, 18:03:28

udo 240

(Senior Member)

Hallo Robert, von beiden.
Gruß
Udo
30.12.12, 19:02:51

Robert

(Senior Member)

Hallo udo
Zitat von udo 240:

Außerdem ist der Ofen durch die Wand gemauert, d.h. er erwärmt den dahinter liegenden Raum über drei weitere Züge mit.

Das war mir entgangen. Deswegen hatte ich meine Zweifel an der Zuglänge!
Da Sie Ihre Anlage genau beobachten, wäre es für uns alle interessant zu wissen:
- Nach welchen Normen wurde die Anlage ausgelegt (TROL oder EN 15544/EN13384-1)
- Wie haben Sie die Temperatur im Brennraum gemessen?
- Stimmen die gemessenen mit den berechneten Werten überein?
Gruss Robert
31.12.12, 09:52:25

udo 240

(Senior Member)

Hallo Robert, es passt alles wunderbar zusammen. Die Temperaturen wurden an der Ledatronik abgelesen. Der Fühler sitzt knapp oberhalb des Brennraumes und wird von den Flammen fast berührt. Die Berechnung erfolgte nach EN.

Ich habe heute morgen weitere Messungen durchgeführt. Auch hier sieht alles sehr gut aus. Am Verbindungsstück zum Schornstein liegen die Temperaturen zwischen 170 und 180 °C (bei Brennraumtemeraturen um 750°C).

Werde gleich mal den Wirkungsgrad berechnen....


Bis später

Udo
31.12.12, 13:20:13

Mäcki

(Senior Member)

Servus Udo,
Zitat:
Am Verbindungsstück zum Schornstein liegen die Temperaturen zwischen 170 und 180 °C (bei Brennraumtemeraturen um 750°C).
Nicht die Spitzenwerte sondern die mittleren Temperaturen über die gesamte Abbranddauer sagen, ob der Kamin trocken bleibt. Wie groß ist denn die Abbranddauer?

Zur Frage nach der Wirkungsgradberechnungsformel:
6,275e-6 heißt 6,276 mal e hoch minus sechs bzw 6,275 dividiert durch die 6. Potenz von e.

Gruß
31.12.12, 18:20:44
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