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Johannes Effsin

(Member)

Hallo Robert,

ich kann mich Peter nur anschließen.
Ich würde den Ofen auch wieder kaufen. Die Wasserleistung ist enorm. Kurzzeitig schon über 34kW drauf gehabt.
Das Reinigen ist verhältnismäßig einfach.
Die Sichtscheibe wird nicht schmutzig.
Asche muss man nicht oft entnehmen, nach ca.1,5 rm.

Wenn ich neu bauen würde, dann würde ich den Ofen so plazieren, das ich den als Pellet-Ofen betreiben könnte und wenn ich zu Hause bin würde ich Holzscheite verfeuern.
Das ist aus Platzgründen im jetzigem Haus ohne weiteres nicht möglich.

Was für einen Ofen betreibt du denn?

Meiner hat von Feb. 2010 bis jetzt ca.15000kWh ins Wasser geliefert. Auch bei -16°C nachts habe ich ohne Gasheitzung unser Haus Bj. 1992 ca. 180m² beheizen können.

MfG
Johannes

Ps: hab ihn wieder an mit 13kW Waserleistung.
20.02.12, 17:01:49

Ofen-Peter

(Member)

Liebe Kachelofenbauer, liebe Hafner,

ich habe hier das Gefühl, daß Besitzer von wasserführenden Öfen hier zwar geduldet aber nicht gerade willkommen sind.
Nun werde ich Ihnen mal den Trend aufzeigen der sich auf dem Markt abzeichnet - insofern Ihnen das entgangen ist.

So schön es auch ist einen Kachelofen in handwerklicher Arbeit zu erstellen, auch ich hatte in meinem ersten Haus ein solches Schmuckstück, die Forderungen Ihrer Kunden gehen zukünftig in eine andere Richtung - und zwar weg von Keramik, Ofenbänken und handgefertigten Kachelverkleidungen - hin zu ganzheitlichen Holz-Heizkonzepten.

Wir werden es alle noch erleben, daß Energie, ein warmes Haus, zu einem kostbaren Gut avanciert.

Bedingt durch gute Dämmung an Neubauten/Umbauten sinkt der Wärmebedarf/qm immer mehr. Bei mir sind es ca. 40-50W, für 170qm brauche ich eine Energiequelle von ca. 8,5KW.
Wir benötigen also keinen punktuellen Wärmeerzeuger bei dem man versucht den Wärmeüberschuß, mehr schlecht als recht, über offenstehende Türen/Warmluftschächte im Haus zu verteilen, nein wir möchten Geräte die mit dem Rohstoff Holz (Pellet, Hackschnitzel, Holzscheite) gefüttert, uns mit gutem Wirkungsgrad(und geringem Reinigungsaufwand) möglichst viel warmes Wasser produzieren, das wir dann bedarfsgerecht verteilen können.
Und wenn es sein muß verzichten wir sogar auf Ofenbank und Tellerkacheln.

Sie liebe Kachelofenbauer werden zukünftig mehr und mehr zum Bindeglied/Kommunikationspartner des Heizungsbauers - TAS, Rücklaufanhebung, Schwerkraftbremse, hydr. Schaltbilder etc. werden immer häufiger Ihren Alltag bestimmen.

Wer diesen Trend verpaß den bestraft das.....

MfG Peter
21.02.12, 07:57:26

willy

(Senior Member)

Hallo Ofen Peter!
Ich verfolge mit Interesse die Meldungen in diesem Forum und denke, dass das was Sie aufzeigen eine Möglichkeit ist, die ich respektiere.
Dazu möchte ich anführen, dass die aktuellen Trends, wie sich aus der Vergangenheit gezeigt hatte, nicht immer die glücklichsten Lösungen sind.
Ich persönlich stehe auf "Altmodisches", das sich bewährt hat.
Meine Vorstellung ist, sowenig Technik wie nur möglich, dann funktioniert das auch in Zukunft. Bei ihren Tipps kann sich die Technik ja richtig austoben.
Bei einem großzügig offenen Wohnbau und einer guten Dämmung lässt sich das auch ohne, oder mit ganz wenig Technik bewerkstelligen, ein Haus warm zu halten.
Es gibt zB Kachelöfen, die funktionieren noch nach 50 oder mehr Jahren.
In dieser Zeit werden vermutlich die technischen höher stehenden Möglichkeiten mehrmals ausgetauscht werden in Zukunft, da es ja immer wieder etwas Besseres, Neueres und technisch noch Wahnsinnigeres geben wird.
Viel Spaß mit der Technik.
Willy
21.02.12, 08:21:13

Moritz57

(Senior Member)

Hallo Willy,

Dem kann ich mich nur voll und ganz anschließen.

Was nützt mir das viele warme Wasser wenn die Wärme eine besch..... ist.

Nichts für ungut

Grüße
Moritz 57
21.02.12, 12:37:48

Theo Kern

(Administrator)

geändert von: Theo Kern - 21.02.12, 14:30:42

Nun ist aber ein Kommentar fällig.

Das, was ihr da habt, lieber Ofen-Peter ist ein absolut alter Hut.

Es ist jedem sein gutes Recht sich den Heizkessel in das Wohnzimmer zu stellen. Aber das Ganze dann zu verkleiden dass es aussieht wie ein Kachelofen ist schon seltsam.

Also nochmal, ich habe absolut nichts gegen Holzheizkessel.
Aber....... nur als Holzvergaser im Heizungskeller.
Dort ist er weit besser aufgehoben, leistungsstärker, effektiver, sauberer, leicht zu warten, seltener zu bedienen und dazu weit günstiger.

Und die gemalten Zukunftsvisionen sind ebenfalls ein alter Hut.
Der Hersteller von dem ihr die Geräte habt hat diese nicht erfunden. Er hat lediglich einen richtig alten Hut neu in den Ring geworfen.
Diese Geräte gibt es schon über 50 Jahre.

Und von dem Trend träumen Sie auch nur.
Sie dürfen natürlich auch träumen, kein Problem. Aber machen Sie sich bitte keine Gedanken über die Leute die richtige Öfen bauen.

Und, nur ein richtiger Ofen ist ein richtiger Ofen. Er braucht dazu weder Kacheln noch Bänke.

Ebenso braucht er keine Luftschächte. Die sind nämlich genau so ein alter Hut wie die Heizungskessel im Wohnzimmer.

Aber ganz sicher braucht er keinen "Stubenkessel".
Auf hochdeutsch muss das mit Wohnzimmerheizungskessel übersetzt werden.
Und genau das ist es, auch wenn sich "Stubenkessel" so gemütlich bayrisch anhört.

Also schreiben Sie ruhig weiter in diesem Forum.
Aber unterlassen Sie es oberlehrerhaft andere zu belehren zu wollen über Dinge von denen Sie nichts verstehen.

Ach und noch etwas. Ich habe auch nichts gegen Pellets. Absolut nicht. Es gibt da hervorragende Produkte. Die sind allerdings alle für den Heizungskeller.
Wer sich das in sein Wohnzimmer baut ist selber schuld.

Und wenn ich in der Wohnung keine andere Möglichkeit hätte als den Heizkesel in mein Wohnzimmer zu stellen dann würde ich das tun.
Aber eben auch dann mit einem richtigen Heizkessel und einer optischen Umbauung die sich, für Servicezwecke, leicht entfernen lässt.

Aber ein Pseudokachelofen mit Bank und Rücklehne (wie auf dem einen Bild) als Verkleidung für einen Heizkessel alter, längst überholter und im Heizungskeller gar nicht mehr zulassungsfähiger, Bauart würde es sicher nicht.

Pseudokachelofen deswegen weil das mit Kachelofen überhaupt nichts zu tun hat.








Theo L. Kern theo.kern@kachelofen-profis.de http://www.kachelofen-profis.de Für direkten Kontakt bitte meinen E-Mail Link benutzen und eigene Kontaktdaten nicht vergessen. Auf halbanonyme Mails antworte ich nicht.
21.02.12, 14:28:33

Moritz

(Senior Member)

Kann Hr. Kern nur beipflichten! Was z.B. durch die schockartige Abkühlung der heißen Rauchgase an wassergekühlten Metalloberflächen entsteht, wurde in diversen Beiträgen u. Bildern ja sehr deutlich gezeigt. Wenn Feuer auf Stein trifft, braucht es weder Bürste noch Dreikantschaber. Vielleicht gibt`s ja bald einen Ölbrenner hinter Glasscheibe für`s Wohnzimmer.

Kölle alaaf !

Moritz
21.02.12, 16:43:52

Ofen-Peter

(Member)

So und nun nochmals für alle verunsicherten Leser:
SK steht für Stubenkessel(ich habe ihn nie Kachelofen genannt) und das hier verwendete Prinzip ist nicht 50Jahre alt, sondern so alt oder ggf. auch älter als die Dampfmaschine: Brennraum + Rauchgaswärmetauscher.
Der Grundofen=Speicherofen ist noch älter, im Prinzip geht er einher mit der römischen Hypokaustheizung...
Ob diese Informationen für den interessierten Forumleser zielführend sind?

Für den Keller(Heizraum) würde ich mir einen anderen Ofen/Heizgerät aussuchen.
Der von mir beschriebene Heizeinsatz besitzt im Prinzip eine "Feuerstelle" wie die eines Grundofens, ausschamottiert mit Umlenkstein etc. und wer will kann über eine Moritzklappe zusätzliche, erstellte keramische Züge beheizen.
Es steht außer Frage daß die Fa. Brunner in puncto Kompetenz bezügl. Holzheiztechnik und Wertbeständigkeit zu der Nr.1 in Deutschland gehört.

Dieser Heizeinsatz muß, wie jeder andere Heizeinsatz auch, im Wohnbereich eingemauert/verkleidet werden. Über abnehmbare Revisionsöffnungen wird Zugänglichkeit zu seinen wichtigen Innereien (Wasserwärmetauscher, Temperaturfühler, TAS, VL, RL, etc.) geschaffen.

Warum ich mich für diese Variante entschieden habe:

1. Direkter Sichtkontakt zum Flammenspiel, Wohlgefühl Ofen wird vermittelt
2. 2KW Strahlungswärme über große Sichtscheibe, angenehme Wärme ohne Raumüberhitzung
3. 14,5 KW Energieleistung, mit sehr hohem wasserseitigen Anteil
4. Scheitlänge bis 54cm d.h. 1m Holzstücke müssen nur einmal gesägt werden
5. Elektronische Abbrandsteuerung (m. EOS). Feuerraum volladen, Zündwürfel rein - und dann spazieren gehen, den Rest macht die Elektronik

Möge jeder für sich entscheiden was er möchte - ich bin zufrieden.
Für mich ist diese Diskussion nun zuende, für weitere Fragen stehe ich gerne zur Verfügung.

MfG Peter

22.02.12, 08:34:11

mcoelsch

(Junior Member)

@Johannes: vielen Dank für deinen Tipp mit dem Blech. Es funktioniert. Am Ende des Abbrand sind kaum noch Kohlestück übrig. Die s+ Einstellung konnte ich ebenfalls von 50 auf 35% reduzieren und versuche es noch weiter zu reduzieren.

Ich hatte mich für diese Variante von Ofen entschieden, da mein Ofenbauer meinte, dass dies die beste Methode wäre mein Huas zu heizen. Das Haus wurde im Jahr 1839 gebaut oder noch früher. Ich habe es komplett saniert. Durch die vorgegebenen Grundrisse hätte ein Grundofen nicht die gewünschte Wirkung gebracht, lt. Ofenbauer. Denke wenn dies machbar gewesen wäre hätte er mir bestimmt so einen eingebaut. Da hätte er bestimmt mehr verdient als mit dem aufstellen des Stubenkessels.
23.02.12, 07:55:26

Theo Kern

(Administrator)

geändert von: Theo Kern - 23.02.12, 13:04:09

@ mcoelsch

Nicht unmöglich, aber zweifelhaft.
Nahezu jeder Ofenbauer wird Ihnen einen Warmluftofen, auch als Kesselgerät, empfehlen.
Das hat nichts damit zu tun dass das besser ist.

Es ist einfacher, sehr viel einfacher.

Auch ein Ofenbauer ist dazu nicht nötig.

Leider gibt es nur noch wenige Ofenbauer die wirklich Grundöfen berechnen und bauen können.
Die Industrie hat es erfolgreich, und in ihrem Interesse auch richtig, fertiggebracht dem Ofenbauer das Denken abzunehmen.

In der Folge bekommt der Grundofen-Interessent erklärt dass der Grundofen für Ihn nicht das Richtige wäre, nicht mehr zeitgemäß sei, nicht zu seiner Klimazone passe usw, usw usw.

Alles Bullshit.

Der Grundofen ist der perfekte Ofen auch und gerade im Niedrigenergiehaus.
Ich kann diesen Ofen mit einer Leistung von 1,5kW bauen.
Dazu muss er dann nur noch alle 24h beheizt werden.

Kein Warmluftofen dieser Welt kann da mithalten.

Er passt aber auch in das energiehungrige Althaus.
Mit einer Leistung bis zu 17kW bei dreimaligem Abbrand pro Tag. Auch eingebunden in die Heizung oder als Ganzhausheizung.

Die allermeisten Ofenentscheidungen werden, für den Käufer unvorteilhaft, nach falscher Beratung durch den Verkäufer, getroffen.

Der Kachelofenbau ist heute noch ein Handwerk mit Meisterpflicht. Aber wie lange noch?
Um Industriegeräte zusammenzustöpseln und eine Hülle außenherum zu mauern ist ein Meister nicht nötig.

Theo L. Kern theo.kern@kachelofen-profis.de http://www.kachelofen-profis.de Für direkten Kontakt bitte meinen E-Mail Link benutzen und eigene Kontaktdaten nicht vergessen. Auf halbanonyme Mails antworte ich nicht.
23.02.12, 13:02:59

FabiVero

(Newbie)

Hallo zusammen. Bin neu im Forum....habe mit Interesse die Antworten gelesen. wir sind aus Italien und wohnen in Italien am Gardasee und wollen das Haus umbauen, es ist ein altes Bauernhaus (rund 1700). Wir wollen einen Kamin/Kachelofen als Ganzhausheizung (ca. 90 qm auf 2 Stöcke 2x45 + 30 qm Raum) benutzen. Unsere Idee: Kamin+Pufferspeicher (800 lt genug?)+Solar. Ev. Pelletmodul wenn ausser Haus sind. Im Internet sind viele Angebote, aber ich lese dass viele User hier im Forum nicht 100% zufrieden sind, manche auch schon nach nur 6 Jahren. Da es ja nicht wenig kostet möchte ich sicher sein dass diese Systeme auch wirklich langzeitig funktionieren.
Andere Frage: im Internet lese ich dass man mit nur 2 Mal täglich anfeuern das ganze Haus+Warmwasser hat: stimmt das oder ist das nur das Produkt zu verkaufen?
danke!
PS: hoffentlich bin ich im richtigen Teil des Forums für dieses Argument...
01.03.12, 10:19:59

Kelpin

(Moderator)

Hallo FabiVero,
wieso wollen Sie für diese Fläche noch mit Heizkörpern und Pufferspeicher hantieren? Man kann einen Grundofen auch über 2 Stockwerke bauen. Der funktioniert dann auch viele Jahre.

Ich weiß nicht wie viel Urlaub Sie im Winter haben. Wir heizen die paar Tage die wir nicht da sind rein elektrisch. Es müssen dann ja auch nicht 20° sein.

Gruß

------------------------- Kelpin -------------------------
01.03.12, 21:57:37

Moritz57

(Senior Member)

geändert von: Kelpin - 06.03.12, 21:59:30

Hallo Lenilein,

welchen Zweck verfolgen Sie mit Ihren Kommentaren, die keiner hier wirklich braucht???
[Dieser ist jetzt weg, der Moderator]
04.03.12, 16:53:54
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